17.05.2011, 09:57 h

St. Nikolai, Kappeln (D)

1709 wurde erstmals eine Orgel in der alten Kappelner Kirche erwähnt. Von Orgelbauern aus Altona, Apenrade, Flensburg, Hannover, Schleswig und Lübeck wurde sie seither immer wieder umgebaut oder repariert. In den Jahren 2011 bis 2014 schuf die Fa. Reinalt Klein aus Lübeck schließlich einen Neubau, der im Juni 2014 festlich geweiht wurde.

Die genauen Einzelheiten ihrer wechselvollen Geschichte finden Sie hier: http://www.orgelbauverein-kappeln.de/historie.html

Disposition der Orgel
Hauptwerk
(C, D-f“‘)

1. Prinzipal 16′
2. Prinzipal 8′ (ab a° doppelt besetzt)
3. Gedackt 8′
4. Spillpfeife 8′
5. Oktave 4′
6. Nachthorn 4′
7. Quinte 3′
(historisch)
8. Oktave 2′
9. Spitzflöte 2′
10. Mixtur 2′, 4-5f
11. Großmixtur 4-7f
12. Cornett 3f
(optional)
13. Fagott 16′
14. Trompete 8′

Oberwerk
(C, D-f“‘)

1. Prinzipal 8′
2. Gedackt 8′ (historisch)
3. Quintatön 8′
4. Gambe 8′
5. Fugara 8′
(historisch)
6. Oktave 4′
7. Rohrflöte 4′
8. Nasat 3′
9. Oktave 2′
10. Terz 1 3/5′
(optional)
11. Sesquialtera 2f
12. Scharff 1′, 4f
13. Vox humana 8′ (historisch)
14. Dulzian 8′

Pedal
(C, D-f‘)

1. Untersatz 32′
(ab c° Tr. 16′ Pr.)
2. Prinzipal 16′ (Transmission aus HW)
3. Subbass 16′
4. Prinzipal 8′
5. Gedackt 8′
6. Rohrquinte 6′ (optional)
7. Oktave 4′
8. Nachthorn 2′
9. Mixtur 2 2/3′, 5f
10. Posaune 16′
11. Trompete 8′
12. Trompete 4′

Koppeln II/I,  I/P,  II/P
Mechanische Spiel- und Registertraktur
Tremulant auf das gesamte Werk
Zimbelstern
Stimmung: Bach-Kellner
Stimmtonhöhe: 440 Hz bei 16°
Erbauer: Orgelbaufirma Reinalt J . Klein, Lübeck
Intonation: Reinalt J. Klein
Orgelsachverständiger: KMD Hans-Martin Petersen, Travemünde

Der Neubau der Orgel wurde nötig, weil die Vorgängerorgel der Fa. Kleucker von 1960 völlig marode war.Die neue Orgel ist die dritte in der St. Nikolai-Kirche und orientiert sich wieder am Stil der Kirche (Spätbarock).   Der Spieltisch musste, wie bei der ersten Orgel auch, hinter der Orgel platziert werden, da sie sich im historischen Prospekt von 1792 befindet, der mit Altar und Kanzel zusammen eine Einheit bildet. Vier historische Register aus der ersten Orgel konnten übernommen werden. Weitere historische Pfeifen von Jacob Scherer aus dem 16. Jahrhundert wurden nicht übernommen, da sie sich nicht schlüssig in das Konzept einbinden ließen (Stimmtonhöhe, Stimmung). Sie sind derzeit eingelagert. Über ihre weitere Verwendung steht eine Entscheidung noch aus.

Die Weihung erfolgte am Samstag, 07.06.2014 in einem Festgottesdienst durch Landesbischof Gerhard Ulrich.

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