17.05.2011, 10:00 h

St. Petri Dom, Schleswig (D)

Die Orgeln im Dom zum Schleswig

In der Mitte des 15. Jahrhunderts wurden erstmals Orgeln am Dom erwähnt, wo im Dom die Hauptorgel stand, ist allerdings unbekannt. Um 1555 wird von einem Orgelneubau berichtet, 1610 fand eine kostspielige Erneuerung statt. Auf den Stand von 1610 geht die heutige Orgel in ihrer Grundanlage zurück. Das eichene Balkengerüst, sowie Teile des Prospekts stammen aus dieser Zeit. Ein Rückpositiv muss hier bereits bestanden haben, denn es wurde 1684 erneuert. Aus diesem Werk stammen wahrscheinlich die Pfeifen der Spitzflöte 4′, die auch im Rückpositiv der jetzigen Orgel stehen. 1701 bis 1705 wurde die Domorgel wieder erneuert. Sie besaß auf zwei Manualen und Pedal 29 Stimmen, von denen 15 im Rückpositiv standen und nur jeweils 7 im Hauptwerk und Pedal. Bereits 20 Jahre später erweiterte man das Hauptwerk um 4, und in der Folge das Pedal um 5 Stimmen. Die Prospektgestaltung in Form und Farbe aus den Jahr 1701 wurde an der Orgel von 1963 wieder hergestellt.

Vollständiger Text auf der Internetseite des St Petri Doms

 

Disposition

Die restaurierte und erweiterte Marcussenorgel im Schleswiger Dom (seit 2010)

Das jetzige Instrument erlaubt aufgrund seiner größeren Grundtönigkeit, Dynamik, Farbigkeit und verschmelzungsfähigen Mischfähigkeit die Interpretation der klassischen Orgelliteratur ebenso wie die Gestaltung sinfonischer Klänge von großer Kraft, von dunkler Schwere bis zu brillanter Leichtigkeit.

I. Rückpositiv II. Hauptwerk III. Schwellwerk (neu) IV. Brustwerk

Prinzipal 8′

Rohrgedackt 8′
Quintade 8′
Oktave 4′
Spitzflöte 4′
Oktave 2′
Waldflöte 2′
Quinte 1 1/3′
Sesquialtera 2f.
Scharf 5-6f.
Dulzian 16′
Krummhorn 8′
Zimbelstern (neu)

Prinzipal 16′

Prinzipal 8′
Spitzflöte 8′
Oktave 4′
Nachthorn 4′
Quinte 2 2/3′
Oktave 2′
Mixtur 5-6f.
Scharf 3f.
Fagott 16′
Trompete 8′

Bourdon 16’

Diapason 8′
Doppelflöte 8′
Gambe 8′
Vox coelestis 8′
Fugara 4′
Flûte 4′
Nazard 2 2/3′
Piccolo 2′
Tièrce 1 3/5′
Mixtur 4f.
Basson 16′
Trompete 8′
Oboe 8′
Sub-/Superkoppel

 


Spitzgambe 8′

Gedackt 8′
Prinzipal 4′
Rohrflöte 4′
Nasat 2 2/3′
Prinzipal 2′
Blockflöte 2′
Terz 1 3/5′
Sifflöte 1′
Mixtur 3f.
Glockenzimbel 3f.
Regal 16′
Vox Humana 8′
Regal 4′
Pedalwerk

Untersatz (neu) 32′

Principal (neu) 16′
Subbass (neu) 16′
Oktavbass 8′
Gedecktbass 8′
Oktave 4′
Koppelflöte 4′
Nachthorn 2′
Rauschquinte 3f.
Mixtur 5f.
Posaune 32′
Posaune 16′
Trompete 8′
Zink 4′ 

 

 

Erbaut 1963 von der Orgelbauwerkstatt
Marcussen & Sohn, Apenrade.
Erweitert und restauriert 2010 von der
Orgelbauwerkstatt Karl Schuke, Berlin.

Register: 65 Register auf vier Manualen und Pedal
Tonumfang: Manuale C – g’’’, Pedal C – f’

Spielhilfen, Traktur, Technik:
Elektr. Koppeln: III-II, III-I, III-16
, III-4
Mechanische Koppeln: IV-II, I-II, IV-P, II-P, I-P
Mechanische Schleifladentraktur, duale Registertraktur,
elektronische Setzeranlage mit 300.000 Speicherplätzen, USB-Anschluss, Balanciertritt für Schwellwerkstüren mit zusätzlichem Balanciertritt für Registranten und Crescendo-Walze mit Zahlenskala
(4 Crescendi einstellbar mit 30 oder 60 Positionen)

Tremulanten für RP, BW und SW

 

Die Disposition der Marcussen-Orgel von 1963
I. Rückpositiv: II. Hauptwerk: III. Brustwerk:
Prinzipal 8’
Oktave 4’
Oktave 2’
Quinte 1 3/5’
Sesquialtera 2fach
Scharff 5-6fach
Rohrgedackt 8’
Quintadena 8’
Spitzflöte 4’
Waldflöte 2’
Dulzian 16
Krummhorn 8’
Tremulant 

 

 

 

Prinzipal 8’
Oktave 4’
Quinte 2 2/3’
Oktave 2’
Mixtur 5-6fach
Scharff 3fach
Zimbel 3fach
Gedacktpommer 16’
Spitzflöte 8’
Nachthorn 4’
Fagott 16’
Trompete 8′ 

 

 

Spitzgambe 8’
Prinzipal 4’
Oktave 2’
Mixtur 3fach
Glockenzimbel 3fach
Gedackt 8’
Rohflöte 4’
Nasat 2 2/3’
Blockflöte 2’
Terz 1 3/5’
Sifflöte 1’
Vox Humana 8’
Oboe 8’
(seit 1983, ursprüngl. Regal 16’)

Regal 4’
Tremulant
Pedal:

Prinzipal 16’

Oktave 8’
Oktave 4’
Rauschquinte 3fach
Mixtur 5fach
Subbaß 16’
Gedackt 8’
Koppelflöte 4’
Nachthorn 2’
Posaune 32’
Posaune 16’
Trompete 8’
Zink 4′ 

 

 

Die Spieltraktur ist mechanisch, die Registrieranlage elektro-pneumatisch.
Technische Spielhilfen: 2 Manualkoppeln, 3 Pedalkoppeln, 2 freie Kombinationen und einzeln
schaltbare Supplementkombination, Registerschweller, Schwelltritt für die Schwelltüren des Brustwerks.

 

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