15.05.2011, 11:13 h

Domkirke, Haderslev (DK)

Die Hauptorgel. Ursprünglich 1652 vom Viborg-Meister Peter Carstensen gebaut. Davon ist nur noch die Fassade der oberen Empore im Barockstil bewahrt, da die 24 stimmige Orgel im Jahre 1893 ersetzt wurde von einer „Interimsorgel“, die von der Firma Furtwängler und Söhne für St. Nicolai in Hamburg gebaut war. Diese Orgel wurde 1932 von der Firma Marcussen & Sohn, Apenrade, umgebaut. Bei der Hauptrenovierung des Doms 1941-1951 wurde die Orgel im wesentlichen neu gebaut von der Firma Marcussen.

In den Jahren 1976-1977 hat die Firma eine umfassende Restaurierung, hauptsächlich technischer Art, durchgeführt. Mit ihren gut 5.500 Pfeifen ist sie eine der größten Orgeln Dänemarks und international bekannt für ihre hervorragende klangliche Qualität.

Die Orgelfassade. Sie zeichnet sich durch sehr schöne, geometrisch ausgewogene Proportionen aus. Die ursprüngliche Barockfassade wird über dem Hauptwerk und den gewaltigen Pedaltürmen bekrönt von Figuren. Sie stellen David und posaunenblasende Engel dar.

Auf dem Rückpositiv sieht man das Monogramm Jesu und auf den Seitentürmen die Monogramme von Frederik III. und Sophie Amalie, auf den Fries die Wappen der Grafen Ahlefeldt und Rantzau und eine lateinische Inschrift: „Jede Seele soll den Herrn preisen“, „Heilig ist der Herr Zebaoth“ und „Gott allein die Ehre“.

Die Sängerempore von 1653 wurde anlässlich der Restaurierung im Jahre 1845 von ihrem ursprünglichen Platz über dem damaligen westlichen Chorgitter auf die untere Orgelempore verlegt. Auf ihrer Fassade sind vor landschaftlichem Hintergrund 4 der großen und 9 der kleinen Propheten gemalt.

Die Siseby-Orgel. Der Dom hat seit 1984 zwei Orgeln hinzubekommen. Die größte dieser Orgeln steht auf einer Empore im nördlichen Seitenschiff.

Als „Opus 1“ der weltberühmten Orgelfirma Marcussen & Sohn in Apenrade wurde diese Orgel 1819 für die Kirche zu Siseby an der Schlei in Südschleswig erbaut, wo sie nahezu 150 Jahre Gebrauch war.

1968 baute die Firma eine neue Orgel für die Kirche in Siseby. Die alte Orgel wurde in den Werkstätten der Firma gelagert, bis sie in den Jahren 1985-1986, durch Spenden finanziert, von Marcussen & Sohn in Zusammenarbeit mit dem Architekten Rokf Graa restauriert werden konnte und ihren Platz im Haderslebener Dom fand.

Diese Orgel ist in ihrer Größenanordnung die älteste von einer dänischen Firma erbaute Orgel, die noch erhalten geblieben ist. Sie hat 8 durchgehende Register, die mit einem gut durchdachten Transmissionssystem eine Erweiterung der Orgel auf 17 Register, verteilt auf 2 Manuale und Pedal, ermöglichte. Dieses System wurde von dem Firmengründer Jürgen Marcussen bei dieser Orgel zum ersten Mal in dem Umfange angewandt.

Die Orgel steht im Dom in der Gestalt, die sie nach einem kleinen Umbruch durch Marcussen & Reuter im Jahre 1826 bekam. Das Pfeifenwerk ist im großen und ganzen noch erhalten, und es ist nur notwendig gewesen, ein Register zu rekonstruieren. Im Altarraum stehend, sieht man hinter dem Gitterwerk die großen „Kastenbälge“. Diese Erfindung, welche Jürgen Marcussen zugeschrieben wird, und die für den gesamten Orgelbau in Europa in den folgenden hundert Jahren große Bedeutung erlangte, kam in der Sisebyer Orgel zum ersten Mal zur Anwendung.

Die kleine Chororgel oberhalb des Taufbeckens ist auch ein Opus 1. Sie ist von Anders Havgaard Rasmussen 1983-1984 gezeichnet und gebaut. Sie ist unter anderem auf Grund der ausgewählten Materialien bemerkenswert: Notenpult, Klaviatur und Registerzüge wurden aus 4500 Jagre alter Morreiche angefertigt, wobei das gewölbte Dach aus Glasfiber besteht.

Die Chororgel hat 4 geteilte Register, zusätzlich ein selbstständiges Regal, das 1991 eingebaut wurde.

Die Disposition der drei Orgeln im Dom ist bei dem Küster erhätlich.

Hovedorgel
Marcussen & Son 1948; ældre facade (Peter Carstensen 1652)
og piber (Furtwängler 1863 og Marcussen & Son 1932) genanvendt;
mindre omdisponering 1969,
ombygning og udvidelse 1977 ved samme;
sættekombinationer installeret 1996 af samme; 73 stemmer.
HV (II)

Gedaktpommer 16′
Principal 8′
Spidsfløjte 8′
Gedakt 8′
Oktav 4′
Rørfløjte 4′
Quint 2 2/3′
Oktav 2′
Mixtur VI-VIII
Scharf IV
Trompet 8′

 

 

RP (I)

Rørfløjte 8′
Quintatøn 8′
Principal 4′,
Dækfløjte 4′
Gemshorn 2′
Quint 1 1/3′
Sesquialtera II
Scharf IV
Dulcian 16′
Krumhorn 8′

SV (a) (IV)

Bordun 16′
Principal 8′
Salicet 8′
Oktav 4′
Oktav 2′
Cornet III-V
Mixtur V-VI
Bombarde 16′
Trompet 8′
Clairon 4′

 

 

SV (b) (IV)

Fløjte 8′
Gamba 8′
Celeste 8′
Gedaktfløjte 4′
Fugara 4′
Nasat 2 2/3′
Flautino 2′
Cymbel III
Obo 8“

PED (a)

Untersatz 32′
Principal 16′
Subbas 16′
Quint 10 2/3′
Oktav 8′
Gedakt 8′
Oktav 4′
Nathorn 2′
Rorfløjte 1′
Rauschquint III
Mixtur VI
Basun 16′
Trompet 8′
Skalmeje 4′
Kornet 2′

PED (b)

Gedaktbas 16′
Bordun 8′
Quint 5 1/3′
Quintaton 4′
Oktav 4′
Baszink III
Contrafagot 32′
Fagot 16′.

 

 

BV (III)

Trægedakt 8′
Spidsgedakt 4′
Principal 2′
Blokfløjte 2′
Terz 1 3/5′
Nasat 1 1/3′
Oktav 1′
Cymbel II
Vox Humana 8′
Regal 4′

Omfang: Manual: C-a“‘, pedal: C-f‘. Normalkopler samt SV-RP og SV-BV. Svelle for BV. Tremulanter for SV, RP og BV. 3 frikomb., hvoraf én kan anvendes m. 1.536 sættekomb. 3 fri ped.komb. Mekanisk traktur, SV og PED(b) el., barkermaskine kan tilkobles HV; el. Registratur, sløjfevindlader. SV(a) og SV(b) samt Ped(b) (dog Untersatz 32′ i stedet for Contrafagot 32′) kan tillige spilles fra et 2-man.s spillebord på pulpituret under orgelpulpituret. (Organistbogen, 8. Udgave 1997)

Vor Frue Domsogn, Domkirkepladsen 3, DK-6100 Haderslev
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Sisebyorglet

bygget 1819/26 af Jürgen Marcussen og Anders Reuter, restaureret 1985/86 af Marcussen & Søn
Pedal (C-d‘)

Subbass 16′
Principal 8′
Octave 4′
Posaune 16′

Hauptwerk (C-d“‘)

Bordun 16′
Principal 8′
Gedact 8′
Octave 4′
Quinte 3′
Octave 2′
Mixtur 3 Fach
Trompete 8’B/D

Oberwerk (C-d“‘)

Gedact 8′
Flöte 4′
Octave 2′
Quinte 1 1/2′
Octave 1′

Manualkobling, Cymbelstjerne, Spærreventil for hvert værk
Vor Frue Domsogn, Domkirkepladsen 3, DK-6100 Haderslev
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Kororglet
Anders Havgaard Rasmussen 1984/92
Manual I C-f“‘

Bordun 8′ B/D (h/c)
Coppula 4′ B/D
Præstant 2′ B/D
Aliquot B/D

Manual II

Wegal 8′

 

I/II, Temp.: Van Biezen; Anhangspedal C-d‘

Zor Frue Domsogn, Domkirkepladsen 3, DK-6100 Haderslev
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